Auch bei der Heimautomatisierung lauern Abofallen

Das Internet der Dinge vereinfacht unser Leben ungemein – mittlerweile können wir über unser Smartphone unsere Tür aufschließen, die Heizungen im Haus kontrollieren und auch von unterwegs aus sehen, was bei uns im Haus passiert. Aber neben den Risiken im Bereich Sicherheit – große Teile des Internets waren aufgrund eines Angriffs von infizierten Heimgeräten Ende 2016 nicht erreichbar – gibt es auch vertragliche Risiken, deren sich Verbraucher bewusst sein sollten.

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Zwei Arten von Lösungen

Zur Heimautomatisierung gibt es zwei Arten von Lösungen: Am weitesten verbreitet sind Kaufgeräte ohne Vertragsbindung. Das heißt, als Verbraucher kauft man die entsprechenden Geräte, zum Beispiel Thermostate, Kameras, Hubs und so weiter und vernetzt diese im Haus oder in der Wohnung. Meistens sind bei den Hubs Apps zur Steuerung der Peripheriegeräte enthalten, so dass alle Geräte zentral über ein Smartphone, Tablet oder den Computer ferngesteuert werden können. Dies ist die für Verbraucher – aus vertraglicher Sicht – die übersichtlichste Lösung: Alle Kosten fallen nur einmalig an.

Weniger verbreitet ist das zweite Modell, das so funktioniert, dass man die Funktionalitäten bestimmter Apps abonniert. Die Telekom bietet solche Modelle an, so kostet das Einsteiger-Alarmsystem 10€ – pro Monat wohlgemerkt. Je nach Vertrag bindet man sich bis zu 24 Monate an den Anbieter, eine Kündigung ist nach Abschluss des Vertrages nur noch bedingt möglich.

Abofallen lauern auch bei der Heimautomatisierung

Dementsprechend sollten sich Verbraucher vor Abschluss eines Vertrages schlau machen, welche Kosten im Einzelnen auf sie zukommen.
Weiterhin soll aber auch gesagt sein, dass man nicht unbedingt auf der sicheren Seite ist, wenn man einfach kein Abonnement abschließt. Das mussten kürzlich die Nutzer von revolv erfahren: Das Unternehmen bot Hubs zur Heimautomatisierung an und wurde Ende 2014 von Nest übernommen – der Verkauf von revlolv-Geräten wurde dann eingestellt. Nest wurde dann ihrerseits aufgekauft und gehört jetzt zum Google-Mutterkonzern alphabet. Hier hat man sich dann entschlossen, revolv komplett einzustellen – der Server wurde einfach abgeschaltet. Die Hubs funktionierten anschließend nicht mehr – Verbraucher berichten davon, dass Ihre Geräte nun maximal noch als Briefbeschwerer taugen.

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Egal, für welche Variante Verbraucher sich also entscheiden: Man sollte immer darauf achten, dass die gekauften Geräte zukunftsträchtig und nicht von der Abschaltung bedroht sind (oder auch nach der Abschaltung noch mit eigenen Servern betrieben werden können) und dass sich – falls unbedingt nötig – die monatlichen Kosten in Grenzen halten sowie die Ausstiegsklauseln aus dem Vertrag verstanden sind.

Formulare zur Kündigung bei fast allen Anbietern von Heimautomatisierungs-Abonnements finden Sie hier.

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