Glücksspiel-Vertrag kündigen
Glücksspiel kündigen ist einfacher, als viele denken - ob Lotto-Abo, Tippgemeinschaft oder Online-Spielschein. Wer regelmäßig an Lotterien oder anderen Glücksspielen teilnimmt, zahlt oft monatlich oder jährlich per Lastschrift, ohne die tatsächlichen Kosten im Blick zu behalten. Die Gründe für eine Kündigung sind vielfältig: Manche möchten schlicht Geld sparen, andere haben erkannt, dass die Gewinnchancen verschwindend gering sind. Auch der Wunsch, das eigene Spielverhalten bewusster zu steuern, spielt häufig eine Rolle. In Deutschland unterliegen Glücksspielanbieter dem Glücksspielstaatsvertrag, der unter anderem Vorgaben zum Spielerschutz macht. Dazu gehört auch das Recht, Spielkonten sperren zu lassen oder Abonnements zu beenden. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der gängigsten Glücksspiel-Abos in Deutschland sowie die jeweiligen Kündigungsbedingungen. Mit Sepastop erstellen Sie Ihr Kündigungsschreiben schnell und unkompliziert, damit Ihre Kündigung fristgerecht beim Anbieter eingeht.
Wie Glücksspiel-Vertrag kündigen?
Allgemeine Kündigungsbedingungen
Kündigungsfristen bei Glücksspiel-Abos
- Die Kündigungsfristen für Lose, Tippscheine und Lotto-Abonnements sind in Deutschland in der Regel kurz. Häufig beträgt die Frist nur wenige Tage bis maximal zwei Wochen vor dem nächsten Spieltermin oder Verlängerungszeitraum.
- Diese kurzen Fristen gelten in der Regel unabhängig von der vereinbarten Vertragslaufzeit.
- Viele Anbieter bieten Laufzeiten von einer Woche, einem Monat oder einem Quartal an. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich das Abo automatisch um denselben Zeitraum.
- Längere Laufzeiten von 3, 6 oder 12 Monaten mit automatischer Verlängerung sind ebenfalls verbreitet, insbesondere bei Tippgemeinschaften und Online-Lotterie-Diensten.
- Einige Angebote haben eine feste Laufzeit ohne automatische Verlängerung. Diese enden von selbst und müssen nicht aktiv gekündigt werden.
- Seit der Reform des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) sind alle legalen Online-Glücksspielanbieter in Deutschland lizenzpflichtig. Lizenzierte Anbieter müssen Spielern die Möglichkeit bieten, ihr Konto jederzeit zu sperren oder zu schließen.
- Für Verträge, die online oder telefonisch abgeschlossen wurden, gilt grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht nach dem Fernabsatzgesetz. Dieses Recht kann jedoch bei bereits begonnenen Dienstleistungen eingeschränkt sein.
- Seit März 2022 dürfen Verträge mit automatischer Verlängerung in Deutschland nach Ablauf der Erstlaufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden (§ 309 Nr. 9 BGB). Das gilt auch für Glücksspiel-Abos.
- Prüfen Sie in Ihren Vertragsunterlagen oder im Kundenkonto, welche Laufzeit und Kündigungsfrist für Ihr Abo gilt.
- Beachten Sie, dass das Eingangsdatum beim Anbieter als Kündigungsdatum zählt - nicht der Tag, an dem Sie das Schreiben absenden.
- Senden Sie Ihre Kündigung daher rechtzeitig ab, idealerweise per Einschreiben oder über Sepastop, damit Sie einen Nachweis über den fristgerechten Versand haben.
- Falls Sie Probleme mit Spielsucht haben, können Sie sich zusätzlich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden oder eine Selbstsperre bei der gemeinsamen Sperrdatei OASIS beantragen.
Wir empfehlen Ihnen, Ihre Kündigung per Einschreiben zu versenden. Mit dem Zahlungsbeleg und der Sendungsverfolgungsnummer haben Sie einen rechtsgültigen Versand- und Empfangsnachweis. Das Unternehmen kann die Kündigung dann nicht anfechten.
Wählen Sie die Dienstleistung aus, die Sie kündigen möchten
z.B. Deutsche Fernsehlotterie, Faber Lotto, Postcode Lotterie, Glöckle Lotterie, NKL (Norddeutsche Klassenlotterie),...
Anna-Barbara Schmidt Forschung/Research
Anna-Barbara Schmidt ist für das Research in Deutschland und Österreich zuständig. Sie sucht die beliebtesten Abonnements und vertieft sich in die dazugehörigen Kündigungsbedingungen. Diese erklärt sie dann gern in verständlicher Sprache.
Die Informationen auf unserer Website haben allgemeinen Charakter. Sie wurden nicht persönlichen oder besonderen Umstände angepasst und können nicht als persönliche, professionelle oder rechtliche Beratung aufgefasst werden.